4.1. Google PageSpeed Insights
1 Übung · ca. 9 Minuten
Google Core Web Vitals auslesen
2011 veröffentlichte Google die erste Version seines Performance-Testing-Tools PageSpeed Insights. Seitdem wird es kontinuierlich weiterentwickelt und steht Website-Betreibern und anderen interessierten Nutzern kostenlos zur Verfügung. Im Hintergrund werden die Daten durch Googles Lighthouse erfasst.
Wichtiger Ansatz dabei: Es wird zwischen Labor- und Felddaten unterschieden. Gemeint ist damit, dass Lighthouse selbst den Aufbau der zu untersuchenden Seite simuliert (Labordaten), aber auch – falls ausreichend vorhanden – die Durchschnittsdaten ausliefert, wie tatsächliche Nutzer sie in den vergangenen 28 Tagen für diese Seite erfahren haben (Felddaten aus Chrome-Browsern).
Das Ziel des Tools ist es, eine möglichst verlässliche Einschätzung abzugeben, wie schnell eine Webseite auf verschiedenen Endgeräten geladen und genutzt werden kann. Die Performance und Ladezeiten einer Seite prägen dabei nicht nur die Nutzererfahrung, sondern stellen auch wichtige SEO-Kriterien dar.
Seit 2020 erfasst Google diese Kriterien mit eigens dafür erstellten Messwerten: den Core Web Vitals. Sie messen, wie schnell eine Seite insgesamt lädt, nach welcher Zeit sie für den Besucher nutzbar ist und beurteilen, wie sie sich bei diesem Ladevorgang verhält. Bei den Messwerten wird zwischen Mobilgeräten und Desktop-PCs unterschieden:
| Messwert | Definition | Empfohlenes Ziel |
|---|---|---|
| Largest Contentful Paint (LCP) | Zeit, die benötigt wird, um das größte Element im sichtbaren Bereich des Viewports zu rendern. | < 2,5 Sekunden |
| First Contentful Paint (FCP) | Zeit, die benötigt wird, bis der erste Inhalt auf dem Bildschirm des Nutzers dargestellt wird. | < 2 Sekunden |
| First Input Delay (FID) | Zeit, die zwischen der ersten Interaktion eines Nutzers mit der Seite und der Reaktion der Seite auf diese Interaktion verstreicht. | < 100 Millisekunden |
| Cumulative Layout Shift (CLS) | Maß für die visuelle Stabilität einer Webseite. Misst, wie oft sich Layout-Elemente während des Ladens einer Seite verschieben. | < 0,1 |
Für die zu prüfende Webseite werden die Labordaten für Mobil- und Desktopgeräte berechnet. Wenn vorhanden, werden zusätzlich die erhobenen Felddaten angezeigt. Alle Daten stehen öffentlich und nicht nur für den Betreiber einer Website zur Verfügung. Du kannst also auch Seiten von Wettbewerbern mit diesem Tool überprüfen.

Ausschnitt aus dem Desktop-Report der Google PageSpeed Insights
Weitere Informationen
SEO Südwest – Google Core Web Vitals
Sistrix – Was sind die Google PageSpeed Insights?
Google – Chrome Developers Lighthouse
So verknüpfst Du die PageSpeed Insights API mit dem SEO Spider
Unter Konfiguration > API-Zugang > PageSpeed Insights kannst Du im nachfolgenden Fenster Deinen geheimen API-Schlüssel für diese Google-Anwendung eintragen. Google limitiert die API auf 25.000 Abfragen pro Tag bei 60 Abfragen pro 100 Sekunden. Eine entsprechende Anpassung der Crawling-Geschwindigkeit nimmt der SEO Spider bei aktivierter Verbindung eigenständig vor.

Wichtig: Der Screaming Frog SEO Spider merkt sich den eingetragenen Schlüssel über die Sitzung hinaus, stellt aber beim Programmstart nicht automatisch eine Verbindung her. Wenn Du also zu einem späteren Zeitpunkt erneut Daten der PageSpeed Insights nutzen möchtest, musst Du den geheimen Schlüssel also nicht neu eingeben, aber die Verbindung durch Klick auf Verbinden reaktivieren.

Im Tab Metriken kannst Du festlegen, welche Kennzahlen Du über die API für jede Seite beziehen willst. Dabei sind die Metriken in die folgenden Gruppen eingeteilt:
- Overview
Daten zu allgemeinen Eigenschaften der untersuchten Seite wie beispielsweise die Dateigrößen von HTML, CSS, Javascript und eingebetteter Medien, sowie die Anzahl notwendiger Request zu den einzelnen Dateitypen und die verwendeten Schriftarten. - CrUX Metrics
PageSpeed Insights sammelt Felddaten von Chrome-Usern. Wenn für eine Seite in ausreichend hoher Anzahl solche Daten zur Verfügung stehen, können sie als Chrome User Experience Report (CrUX) zur Verfügung gestellt werden. Damit können echte Benutzerdaten zu den Core Web Vitals angezeigt werden. - Lighthouse Metrics
Während Felddaten nicht für alle Seiten zur Verfügung stehen, können über die Lighthouse-Metriken die Labordaten für eine Seite abgerufen werden. - Opportunities
Ein besonderer Mehrwert der PageSpeed Insights liegt in den individuellen Optimierungsvorschlägen für eine Seite. Auch diese Vorschläge können über die API bezogen werden. - Diagnostics
In dieser Gruppe finden sich Metriken zur Ausführungszeit des JavaScript-Codes, Anzahl der DOM-Elemente oder zum Vorhandensein größerer Layoutsprünge (Layout Shifts) während des Ladevorgangs.
Den Crawl mit aktiver API-Anbindung starten
Wenn Du einen Crawl mit aktiver Verbindung zur PageSpeed-API startest, kannst Du während des Crawls in der URL-Übersicht im Tab PageSpeed mitverfolgen, wie die Analysedaten des SEO Spiders um die Abfragedaten aus PageSpeed Insights bzw. Lighthouse ergänzt werden.

Wichtig: Es stehen Dir natürlich nur genau die Metriken zur Verfügung, die Du vor Beginn des Crawls für den Abruf per API freigegeben hast.
Übung zur Anbindung der Google PageSpeed Insights
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